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Altbausanierung als Zierde der Stadt
"Das Plus für Arbeit und Umwelt" – oder:
wie man mit Steuergeldern das Volk verdummt

Zu einer Diplomarbeit mit dem Thema
CO2-Effizienz einer Sanierungsmassnahme unter Einsatz klimaschonender Baustoffe

von Dipl.-Phys. Rainer Bolle

In Bremerhaven wurde 2002 eine Altbausanierung als Modellprojekt durchgeführt und mit dem Gütesiegel "Das Plus für Arbeit und Umwelt" (IG Bau /Greenpeace) ausgezeichnet.
Über das Projekt wird im Internet unter www.buerger202.de berichtet.
Die Initiatoren des Projektes scheuen sich nicht, thematisch belanglose Diplomarbeiten, welche im Auftrag der "Bremer Energie Konsens GmbH" vergeben wurden, als "wissenschaftliche Begleitung" werbewirksam zu präsentieren. Beim Lesen der betreffenden Arbeiten wird von "Wissenschaft" nichts erkennbar, dafür aber vor allem eins: Naivität, wissenschaftliche Unkorrektheit, manipulative Scheininformationen und Trivialitäten, die längst bekannt sind.

Als Prüfer hatte ich eine der Diplomarbeiten zu bewerten, mit der Problematik, die subjektive Leistung des Studenten von der skandalös banalen und fehlerhaften Inhaltlichkeit zu unterscheiden. In dieser Situation stellt sich für Prüfer die Frage, ob naiver Glaube eines Studenten an lukrative Ökopropaganda und Verfolgung einer sinnlosen Themenstellung zu einer Abwertung führen muss. Staatsbürgerlich wäre dies zu bejahen, jedoch gerät die Abwertung einer solchen Arbeit zu einer politischen Aussage. Der Dissens ist offensichtlich und berührt eine gesellschaftspolitische Problematik, wie z.B. die gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft. Diese Diskussion soll hier nicht geführt werden.

Die betreute Diplomarbeit führte zu einem Brief an die Bremer Energie Konsens GmbH, welcher auch an andere Betroffene weitergeleitet wurde. Eine Reaktion hat es bisher nur von Greenpeace gegeben. Inhalt sinngemäß: Danke für die Kritik. Jede Kritik führt zur Verbesserung.
Kürzer und entlarvender kann man nicht reagieren.

Einleitend:
aus "Weser-Kurier" v. 30.11.02

"Ein Projekt, das Bremerhaven besonders ziert"
Gewerkschaft und Greenpeace verliehen Gütesiegel für Sanierung eines Altbaus in der "Bürger"
Bundesweit an der Spitze liegt Bremerhaven mit der Sanierung eines Altbaus nach hohen ökologischen und sozialen Standards.
"Eine tolle Geschichte an einem nicht ganz unproblematischen Standort", meint Klaus Wiesehügel, der Bundesvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen- Agrar-Umwelt zu dem Projekt in der "Bürger" 202. Ein spezielles Gütesiegel vergab die Gewerkschaft jetzt gemeinsam mit Greenpeace. Hoch erfreut zeigte sich auch die Bremer Senatorin für Bau und Umwelt, Christine Wischer, über das gute Beispiel für zukunftsgerechtes Bauen. "Das hier ist ein Projekt, das die Stadtgemeinde Bremerhaven ganz besonders ziert", betonte sie bei der Verleihung des Gütesiegels und verwies auf die vorbildliche Verwendung ökologischer Baustoffe und die Sorgfalt der Bauherren im tariflich-sozialen Bereich gegenüber den Bauarbeitern.
Genau auf diese Punkte zielt das verliehene Gütesiegel "Das Plus für Arbeit und Umwelt". Zwar sind bundesweit zurzeit mehrere Projekte dieser Art der Gebäudesanierung in Arbeit, aber Bremerhaven kann das allererste fertiggestellte Projekt präsentieren. Insgesamt wurden in dem 1906 gebauten Haus mit 20 Wohnungen knapp 1,5 Millionen Euro investiert. Davon steuerte die Stadt Bremerhaven 250000 Euro bei, wie Stadtrat Volker Holm hervorhebt.
Zwar ist seiner Meinung nach noch offen, ob die Wirtschaftlichkeit tatsächlich gesichert ist, aber es sei in jedem Fall gut angelegtes Geld. Man werde für künftige Sanierungsvorhaben eine Menge daraus lernen können, meint Holm. Für die Bauherrengemeinschaft um Alexander Schramm ist dagegen schon jetzt klar, dass das Konzept aufgegangen ist. Man habe im Vergleich zu einer herkömmlichen Sanierung lediglich Mehrkosten von gut 72 000 Euro zu verzeichnen, ein Plus von gerade einmal fünf Prozent.
Als Erfolg nannte er die Reduzierung des Energiebedarfs um zwei Drittel. Statt eines jährlichen Brennstoffbedarfs von etwa 500000 Kilowattstunden würden jetzt nur noch 185 000 benötigt.
Unterstützt wurde die Sanierung durch die Bremer Energie-Konsens GmbH, die gemeinsam mit den Partnern beweisen wollte, "dass Altbauten mit vertretbarem Aufwand umweltverträglich und klimaschonend modernisiert werden können". Alle Beteiligten setzen nun auf die Vorbildwirkung eines solchen Modellprojektes. "Bitte alle nachmachen!" lautet denn auch der Appell von Senatorin Wischer. Weitere Informationen über das Projekt gibt es im Internet unter www.buerger202.de

Nachfolgend:
Auszüge aus meinem Brief an die Bremer Energie-Konsens GmbH, Bremen
betreffend Sanierungsprojekt 2002: Bremerhaven, Bürger 202
Diplomarbeit T. Dierksen, Hochschule Bremen, FB 3

... Unabhängig von der Benotung der Diplomarbeit, die einer Vielzahl von Kriterien unterliegt, weise ich Sie darauf hin, dass der sachliche Inhalt der Diplomarbeit vor dem Gesamthintergrund des Projektes nicht akzeptiert werden kann und entsprechender Verwertung für Publikationen widersprochen werden muss.

Es ist bereits skandalös und zynisch, wenn bestimmte Ideologen behaupten und veröffentlichen, die Situation des Arbeitsmarktes sei durch Maßnahmen wie die hier durchgeführte zu verbessern. Arbeitsplätze kosten Geld, und die Bereitstellung desselben hängt nicht von der Zielsetzung einer Arbeit, sondern von der Bezahlbarkeit, dem Investitionswillen und sonstigen Arbeitsmarkt politischen Aspekten ab.

Ich hoffe, Sie wissen, dass die Schadensituation im Bauwesen charakteristisch eskaliert, seit bestimmte, energetisch propagierte Bauweisen (und Verordnungen) gefördert werden. Haftpflichtversicherer kündigen Architekten bereits reihenweise die Verträge, Sachverständige und Gerichte sind mit der Thematik Wärmeschutz und Feuchteschäden überproportional belastet, mit steigender Tendenz. Es ist naiv, anzunehmen, dass die Förderung bestimmter bautechnischer Experimente physikalische Grundgesetzlichkeiten außer Kraft setzen kann. Das gleiche gilt für chemische Super-Wunder-Kleb-Dicht-Haft-Produkte, deren Lebensdauer und Verarbeitbarkeit in einem skandalösen Missverhältnis zur erwarteten Lebensdauer eines Gebäudes steht.

Volkswirtschaftlicher Schaden durch angeblich ökologische Bauweisen ist die skandalöse Real-Folge verdummender Ökoideologien, vertreten und propagiert durch bautechnische Laien und Menschen, die im Gegensatz zu den Bauschaffenden keine Verantwortung im rechtlichen Sinne für ihr Tun tragen. Der Ihnen sicherlich bestens bekannte bauphysikalisch mutierte Maschinenbauer Prof. multiDr. Gertis, Stuttgart nennt die Irrtümer und Fehlspekulationen "da sieht man das ganze Spektrum" und zieht sich damit rhetorisch elegant aus jeglicher entlarvender Diskussion von fehlberechneten Dämmerfolgen! Sollten Sie diesbezüglich unwissend sein, so bitte ich Sie, dieses mitzuteilen.

Worthülsen und bautechnische Absurditäten sind das Ergebnis einer interessenkorrumpierten Forschung, die sich insbesondere durch das Weglassen von Informationen und Ergebnissen auszeichnet, um hiermit die Forschungsgeldgeber zufrieden zu stellen. (ich liefere Ihnen hierzu gerne Einzelheiten, falls Ihnen die Fakten nicht bekannt sind).

Es kann nicht hingenommen werden, dass die Öffentlichkeit ein weiteres Mal mit steuerfinanziertem Werbe- und Begleitaufwand fehlinformiert wird über die Hintergründe und Effektivitäten der umfangreich durchgeführten Maßnahmen, bis hin zur Entsorgung noch langfristig funktionsfähiger Bauteile, nur weil diese aus dem "bösen" PVC bestanden. Im eingebauten Zustand schaden die hier unintelligent ersetzten PVC-Baustoffe niemandem. Erst die Entsorgung realisiert die nachteiligen Effekte! Der praktizierte Irrsinn hat bereits pathologischen Charakter.

Energie:

Wie häufig festzustellen ist, vermied man auch hier, die tatsächlichen Energieverbräuche des Gebäudes vor der Sanierung zu ermitteln, obwohl ich den Diplomanden ausdrücklich um die Verwendung dieser Zahlen gebeten hatte! Angeblich waren diese nicht zu beschaffen, was nach meinen Informationen nicht stimmt.

Wie aus einer Vielzahl veröffentlichter Projekte
(z. B. in Reiß, Erhorn, Reiber: Energetisch sanierte Wohngebäude, Fraunhofer IRB Verlag 2002)
hervorgeht, gibt es bedenkenswerte Differenzen zwischen errechneten und tatsächlichen Einsparungen, sowie der Amortisation bestimmter Maßnahmen. Auch die Tatsache, dass aus langjährigen Untersuchungen (Fehrenberg, Hildesheim) hervorgeht, dass die alleinige Dämmung von Gebäuden entgegen rechnerischer Spekulation KEINEN EFFEKT bringt, führt nicht zur erforderlichen Nachdenklichkeit.

Es kann nicht hingenommen werden, dass aus einer bestimmten Interessenlage heraus immer wieder theoretische Berechnungen zur Effektivität und Einsparpotentialen bestimmter Maßnahmen veröffentlicht werden, die durch nichts belegt sind.

Im Gegensatz zu behaupteten Dämmstoffeffektivitäten ist allgemein bekannt und in keiner Weise unstrittig, dass regelmäßig bereits der Ersatz älterer Heizungsanlagen durch moderne regeltechnisch vernünftig und bedienbar ausgestattete Anlagen eine Energieeinsparung im Bereich von 30 – 40 % erzielt. Der Rest verteilt sich auf Fenster, Dämmung, solare Gewinne etc. Man staunt über die geringen Effekte des Dämmstoffs.

Selbstverständlich bringt auch der Verzicht auf die Beheizung nicht benutzter Räume erhebliche Energieeinsparungen. Auch dies ist bekannt und unstrittig, wird aber in jeder Einsparungsberechnung wohlweislich ignoriert.

Aus bestimmten Kreisen (nach meiner Kenntnis auch aus Ihren) werden Energieeinsparungen primär aufgrund einer wissenschaftlich weder nachgewiesenen, noch physikalisch zutreffenden korrekten U-Wert Berechnung bilanziert. Verbleibende Einsparungsreste werden dann übrigen Maßnahmen, wie z. B. der Heizung, zugeschrieben. Damit wird die physikalische Realität manipulativ auf den Kopf gestellt.

Hierzu passen dann auch die öffentlich geförderten Inszenierungen von Energieberatung, Blower-Door-Untersuchungen und Reihen-Thermografien durch gelernte Bäckergesellen, die kaum in der Lage sind, mit den fraglichen Geräten korrekt umzugehen, insbesondere aber nicht im geringsten die notwendigen Fachkenntnisse besitzen, um überhaupt unter geeigneten Umständen Messungen durchzuführen und diese korrekt zu interpretieren.

Das moralische Ziel der fragwürdigen Klimarettung der Welt rechtfertigt nicht jeden Unsinn und vor allem nicht die Verschwendung von Steuergeldern und Betrug der Öffentlichkeit. Ich gehe davon aus, dass Ihnen der Einfluss des Wasserdampfes auf die Energiebilanz der Atmosphäre bekannt ist und die in diesem Zusammenhang selbstverständlich auch veröffentlichten Zusammenhänge, deren Kenntnis eigentlich zum Schulwissen eines nicht PISA geschädigten Menschen (zumindest mit Abitur) gehören sollte.

Es ist skandalös, wenn auf bestimmter Interessenlage Zahlenwerk mit zwei Nachkommastellen zur Temperaturentwicklung veröffentlicht wird, wenn noch nicht einmal das Vorzeichen der Tendenz bekannt ist.

Um Sie vor der irrigen Auffassung zu bewahren, dass ich mich in den Reihen derer bewege, die unbegründete Kritik an der sogenannten Klimaerwärmung äußern, weise ich Sie auf das Nachfolgende hin und gehe davon aus, dass Sie sich nicht nur informieren, sondern zukünftig auch adäquat korrekt verhalten:

Das in größter Menge vorhandene sogenannte Treibhausgas in unserer Atmosphäre ist der Wasserdampf. Die Effektivität des Wasserdampfes ist hinlänglich und bereits Kindern bekannt. Die nächtliche Abkühlung selbst in den Sommermonaten bei klarem Himmel, bzw. die nicht erfolgende Abkühlung bei entsprechender Wolkenbildung bedarf keiner wissenschaftlichen Untersuchung mehr, sondern gehört zum Standardwissen.

Sollte tatsächlich eine globale Erwärmung vorliegen, so kommt es auch zu einer vermehrten Wasserdampfkonzentration in der Atmosphäre, welche durch Wolkenbildung gleichzeitig reflektierend auf einfallende Sonnenstrahlung wirkt, sodass es hierdurch zu einer gegenläufigen Tendenz (Abnahme des Energieeintrages) kommt. Es gibt bis heute keine zuverlässige Simulationsberechnung, die sämtliche Einflüsse korrekt behandeln kann (dies liegt in der Natur der Sache). Die Prognosen liegen daher zwischen "Selbstregulationseffekt", "Abkühlung" oder "Erwärmung" der Atmosphäre. Aktuelles Wettergeschehen bewiest ebenso wenig etwas zu möglichen Ursachen, wie schmelzende Gletscher, die niemand bestreitet.

Sie wissen, dass Satellitenmessungen der Atmosphärentemperatur Widersprüche zu anderen Messungen liefern. Nach dem aktuellen Stand der Erkenntnisse gibt es weder Beweise für die globale Erwärmung der Atmosphäre, noch für eine globale Abkühlung. Regionales Wettergeschehen wird von niemandem als Merkmal für irgendetwas gesehen, was richtigerweise mit "Klima" bezeichnet wird, denn dies ist die 30 jährige Statistik des Wetters in der Vergangenheit.

Die auffällig beschleunigte Bewegungsgeschwindigkeit des magnetischen Nordpols, die mit absoluter Sicherheit nichts mit anthropogenen Defekten gleich welcher Art zutun hat, beeinflusst das Wettergeschehen.

Im Weiteren gehe ich davon aus, dass Ihnen die Möglichkeiten der Beeinflussung des Wettergeschehens durch HAARP bekannt sind. Soweit Sie Ziel und Nebenwirkungen dieser militärischen nachhaltigen "Alternativ-Waffe" bestreiten wollen, bitte ich Sie um Einsichtnahme der zugehörigen, mittlerweile veröffentlichten US-Patente zu diesem "alternativen Waffensystem". Im übrigen liefert physikalische Grundlagenkenntnis bereits die Erkenntnis, dass die elektromagnetisch initiierte Aufheizung höherer Atmosphärenschichten (Ionosphäre) zu dramatischen Beeinflussungen des Wettergeschehens führt.
--- R. Bolle

Hinweis:
zum Thema "Messtechnik" wird auf eine Artikelserie des Autors verwiesen, die auch die Themen "Blower-Door" und "Thermografie" kritisch behandelt:
BIS – Der Bau- und Immobiliensachverständige, Bundesanzeiger Verlag, laufende Serie ab Heft 5/2002

Richtig ist: Nichts von alledem beweist, worauf das Wettergeschehen aktuell tatsächlich zurück zu führen ist. Genau dieses sollten Sie beherzigen und ab sofort darauf verzichten, den Glauben zu verbreiten, dass das Wettergeschehen auf anthropogene CO2 Effekte zurück zu führen ist und daher bestimmte Bauweisen öffentlich zu fördern sind. In diesem Zusammenhang gehe ich davon aus, dass Sie Ihre zukünftigen Aktivitäten nicht mehr damit begründen werden, dass CO2 Einsparungen zur Verhinderung einer Klimakatastrophe dienen und notwendig sind. Diese Behauptung ist wissenschaftlich nicht haltbar, sie wird aus bestimmten interessierten Kreisen übergewichtig publiziert.

Autor:
Dipl.-Phys. Rainer Bolle
Ing.- und Sachverständigenbüro
Lehrbeauftragter Bauphysik, Hochschule Bremen
12.2005

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