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Beispielhaus: Energieverbrauch gedrittelt

Gebäudesanierung für Energiesparer
Vom Energiefresser zum Leichtgewicht

Viele Hauseigentümer haben das Energiesparpotenzial ihres Gebäudes noch nicht ausgenutzt. Dabei lässt sich ein Altbau sogar zum Niedrigenergiehaus umrüsten. Wie das gehen kann, erläutert der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW).

Nach einer Untersuchung des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) kann beispielsweise in einem typischen, freistehenden Einfamilienhaus aus den Baujahren 1949-1957 der Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser gedrittelt werden: Vor der Sanierung betrug der Endenergiebedarf des Beispielhauses jährlich 305 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche, nachher nur noch 109 Kilowattstunden. Das Gebäude hat insgesamt eine Wohnfläche von 101 Quadratmeter, so dass der Energieverbrauch im Jahr über 30.000 Kilowattstunden beträgt. Solche Häuser kommen laut Auskunft des BGW in ganz Deutschland noch sehr häufig vor. Daher ist eine mustergültige Sanierung, die den Energieverbrauch drastisch senkt, für diese Hauseigentümer dringend zu empfehlen.

Was wurde unternommen, um von den hohen Verbrauchswerten herunterzukommen? Zunächst wurde eine neue Heizung geplant. Dabei legten die Experten für die Berechnung ein Erdgas-Brennwertgerät zugrunde. Laut Auskunft des BGW setzt die Mehrheit beim Neukauf einer Erdgasheizung auf diese Technologie. Zum besseren Wärmeschutz ließen die Fachleute die Außenwand, das Dach und die Kellerdecke dämmen. Die bestehenden Fenster ersetzte man gegen eine 2-Scheiben-Wärmeschutzverglasung. Durch die genannten Maßnahmen konnte der Energieverbrauch bereits von jährlich 305 auf 131 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche reduziert werden, also um 67 Prozent. Beim betrachteten Gebäude bedeutet das eine Einsparung von 17.574 Kilowattstunden. Wer noch mehr sparen möchte, kann laut Empfehlung des BGW zusätzlich das warme Wasser mit einer thermischen Solaranlage erzeugen. Diese lässt sich mit der Brennwertheizung einfach kombinieren. Dadurch sinkt der Energiebedarf jährlich auf 109 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche: Das entspricht einem Drittel des ursprünglichen Energiebedarfs und einem Verbrauch von nur 11.009 Kilowattstunden. Dieser Wert ist so gut, dass er die Neubau-Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) an den Primärenergiebedarf um 13 Prozent unterschreitet.

BGW
Berlin, 14.04.2007

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