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Sanierungen nicht aufschieben, sondern schnell angehen

Immer wieder werden Bestandsobjekte gekauft, ohne dass eine vorherige Besichtigung in Begleitung eines Bauexperten stattgefunden hat. In Folge werden gelegentlich Objekte erstanden, die den neuen Eigentümern aufgrund ihres desolaten Zustands große Sorgen bereiten. Morsche Dachkonstruktionen, durchfaulte Böden oder mangelhafte Gebäudedämmungen sind typische Sorgenkinder.

In solch einer Situation wird oft gerne versucht, die Kosten möglichst gering zu halten. Vor einer umfassenden Sanierung wird zurückgeschreckt, weil sie womöglich teuer wird. Allerdings ist diese Verhaltensweise vollkommen falsch: Je länger man abwartet, desto größer wird das Problem. Gerade wenn man mit schadhaften Baumaterialien zu tun hat, gilt es sich zu beeilen.

Verständlicherweise sind die Kosten, die eine Sanierung mit sich bringt, nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Dementsprechend gilt es das Beste aus der Situation zu machen und sich auf die Suche nach einer Finanzierung, wie zum Beispiel bei immobilienscout24.de zu begeben, die möglichst niedrige Kosten nach sich zieht. Eine Immobilien Finanzierung muss nämlich nicht zwangsläufig kostspielig sein. Durch die Wahl eines langen Tilgungszeitraums lässt sich beispielsweise die monatliche Belastung der Immobilien Finanzierung verringern. Außerdem stehen oftmals Förderdarlehen bereit, die sich durch besonders niedrige Zinssätze auszeichnen.

Wer aus finanziellen Gründen abwartet, geht ein hohes Risiko ein. Nicht selten ist es nämlich möglich, die Sanierung noch vergleichsweise günstig durchzuführen und dabei einen großen Teil des Schadens abzuwenden. Wartet man hingegen zu lange, wird der Schaden immer größerund oftmals steigen die Kosten der Sanierung exponentiell an. Folglich ist es sinnvoll, nicht zu pokern, sondern bewusst einen Experten zu befragen.

Im Übrigen geht es nicht nur um finanzielle Dinge. Wer zum Beispiel mit einem Schimmelbefall zu kämpfen hat, sollte unbedingt die gesundheitlichen Folgen bedenken. Schäden am Gebäude, wirken sich oftmals schon auf die Gesundheit aus, ohne dass die Schäden zu sehen sind. Wenn der Schimmelbefall sichtbar wird, ist manden giftigen Sporen womöglich schon längere Zeit ausgesetzt gewesen. Gerade in solchen Fällen sollte nicht lange überlegt werden. So gibt es zum Beispiel viele Immobilienbesitzer, die erst einmal eine Analyse durchführen lassen, um die gesundheitlichen Auswirkungen zu ermitteln. Sinnvoller wäre es jedoch, sich umgehend um die Beseitigung der eigentlichen Ursache zu kümmernansonsten würde wertvolle Zeit verloren gehen.



Initiative kostengünstig qualitätsbewusst Bauen

Dass uns "Initiativen" weiterhelfen, bezweifle ich. Deshalb habe ich mit einem offenen Brief an die Bundesingenieurkammer (E-Mail vom 27. Mai 2002, 11:17) angefragt:

"Wozu soll das gut sein? Ein offener Brief."

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

über 10 Jahre nach Wende und Vereinigung ist die Zeit der Losungen und Initiativen noch nicht vorbei. Anlässlich der Berliner Energietage erfuhr ich von der Initiative kostengünstig qualitätsbewusst Bauen. Zwar habe ich die Broschüre zu Zielen, Inhalten und Partnern gelesen, jedoch ist mir einfach nicht klar geworden, wozu das Ganze gut sein soll. Zwar ist eine soziale Komponente nicht zu leugnen, immerhin werden Arbeitsplätze mit dem Kompetenzzentrum im IEMB geschaffen bzw. erhalten.

Jedoch empfinde ich es als falsch, dass die Bundesingenieurkammer als Partner mitmacht. Ist der Grund, weil "alle" mitmachen? Ich empfinde es angesichts der Zielstellung, kostengünstig und qualitätsbewusst zu bauen als völlig falsch, dass die BIK Partner ist.

M.E. hätte ein Verweis auf die HOAI völlig genügt, gemäß derer ein kostengünstiger und qualitäts- bewusster Planungs- und Bauprozess originäres Anliegen - auch im Sinne des Verbraucherschutzes - ist. Die BIK hätte darauf hinweisen müssen, dass das Gros der Ingenieure und Architekten vg. Zielstellung als Inhalt ihrer Berufsausübung betrachtet und dass das Fahrrad nicht neu erfunden werden muss. Soll sich doch der um kostengünstiges und qualitäts- bewusstes Bauen bemühen, der es bislang nicht vermocht hat. Das hätte die Position der BIK sein müssen.
 
Wer Förderungen und Zulagen reduziert, durch Deregulierung dem Murks & Pfusch Tür und Tor öffnet, zum Teil laut über die Abschaffung der HOAI nachdenkt und im übrigen zusieht, wie infolge staatlich begünstigter Flaute ein als "Marktbereinigung" bezeichnetes Unter- nehmen- und Bürosterben stattfindet, verdient mit solchen scheinheiligen Initiativen keine Unterstützung durch die Kammer.

Außerdem graben solche Initiativen den Ingenieuren und Architekten noch mehr das Wasser ab. Zwar wird seitens des "Kompetenzzentrums" betont, dass 1. keine Rechtsberatung 2. keine Beratung im Sinne der LPh §15 erfolgt, aber wie soll das in der Praxis funktionieren?

Der Bauherr an sich hat recht konkrete Vorstellungen, Probleme und Fragestellungen, da wird wohl mit einer unkonkreten (sprich: neutralen) Beratung kaum eine Erwartungshaltung bedient. Davon abgesehen gibt es tausende Ingenieure und Architekten, die sehr wohl in der Lage sind, kosten- und qualitätsbewusst, umweltgerecht, und innovativ zu beraten und zu planen.
 
Daher meine Frage: wozu soll das gut sein?
Mit freundlichen Grüssen
M. Bumann

Bis jetzt hatten die sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen noch keine Zeit für eine Antwort, aber kommt Zeit, kommt Antwort (oder eben nicht). Auch die Baukammer Berlin hatte noch keine Zeit darauf einzugehen, aber ich bleibe optimistisch. Panta rhei.

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