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Pfusch am Bau: 3,4 Mrd. EUR Schaden p.a. gem. VZ Thüringen

Durch Fehler bei der Planung und Ausführung entstehen in Deutschland jedes Jahr vermeidbare Bauschäden in Höhe von 3,4 Milliarden Euro, berichtet die Baufachberatung der Verbraucher-Zentrale Thüringen in ihrer Pressemeldung vom 24.02.2006.

Als Hauptursache wird "die heutige Art zu bauen: so schnell und preiswert wie nur irgend möglich" angegeben. Mängel würden von Handwerkern und Baufirmen nicht erkannt oder bewusst ignoriert und es wird weiter gearbeitet, bis ein offensichtlicher Schaden daraus entsteht.

Kommentar:

Dem können wir, was "die heutige Art zu bauen" sowie das Verhalten manch eines Fachunternehmens (Vorsicht: die Experten kommen und bauen "alles nach DIN"!) vorbehaltlos zustimmen. De angegebene Schadenbetrag ist allemal glaubhaft, wenn man den Vergleich zu den Daten aus dem 3. Bauschadensbericht zieht. Viel ist seitdem nicht besser geworden.

DIMaGB, 24.02.2006

Pfusch am Bau: 1,4 Mrd. EUR Schaden p.a. gem. Dekra

Unter der Überschrift „Dekra-Studie deckt Baumängel in Höhe von 1,4 Milliarden Euro bei neuen Wohnungen auf“ berichtet das deutsches Baublatt, Nr. 329, Juni/Juli 2007 über eine Studie der Dekra Real Estate Expertise GmbH. Wie die Dekra zu dem Ergebnis kommt, sei hier verkürzt dargestellt.

1. man zertifiziere 1.025 Wohnhäuser im Zeitraum 2003-2005
2. man suche 90 repräsentative Gebäude heraus (~9%, je 3,66x besichtigt)
3. man stelle die Mängel fest, 2003: 16, 2005: 23 im Durchschnitt (+50%)
4. man bewerte die durchschnittlichen Kosten zur Mängelbeseitigung mit 9.000 €
5. man nehme die Zahl der 2003-2005 errichteten Häuser: 461.000 gem. Stat. Bundesamt
6. man rechne 9.000 € x 461.000 Häuser

Zudem hat die Dekra ihre Ergebnisse mit dem 3. Bericht des Bundesbauministeriums von 1995 verglichen. Sie kommt auf eine um 27% gestiegene Schadenshöhe. Einen zweiten bericht will die Dekra in 2008 vorstellen.

Kommentar:
90 von 1.025 sind 8,78%, aber 90 von 461.000 sind nur 0,0195%, also nicht einmal 0,2 Promille. Vergleicht man den hochgerechneten Schaden mit dem Betrag, den im Februar 2006 die VZ Thüringen angegeben hat (siehe Link unten), sollte man aufatmen dürfen, sind es doch nur noch rd. 42%. Was sagte Churchill zu Statistiken?

DIMaGB, 29.07.2007

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