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Praxisbeispiele und Praxisberichte
Projekt: BS Balkonsanierung
Baufachliche Stellungnahme und Angebot

Sachverhalt:

Oberflächig abplatzende Balkonfliesen sind Anlass, eine Balkonsanierung vorzunehmen
ein funktionierendes Entwässerungssystem, das abweichend von der Planung gebaut wurde
Mängel sind die Ausführung der Rinnen und fehlende Anschlüsse
Wasserentsorgung in der Ebene der Drainagematte sowie im Rinnenbereich durch Verdunstung
trotzdem funktioniert das Entwässerungssystem seit 10 Jahren

Informationsbeschaffung:

Vorgenommene Besichtigungen:
Ortstermin am ...
Ortstermin am ...
je Inaugenscheinnahme, Fotodokumentation, Gefälleprüfung mit Wasserwaage, Befragung
je nur auf dem Balkon im 1. OG rechts

Ausgewertete Unterlagen:

Sanierungsvorschlag X. Architekten vom ... inkl. LV
Detail D01 „Regelschnitt thermisch getrennte Balkonplatten“ vom ...
Schreiben X. Architekten vom ...
Schreiben ...

Wertung und Empfehlung:

Die sichere Lösung ist allemal, der regelgerechte Totalneuaufbau. Jedoch sind beim Bauen im Bestand stets Prioritäten zu setzen und es ist ein Optimum zu definieren für den Fall, dass die Baukosten keine Rolle spielen.

Da kein Anlass besteht, die detailliert beschriebene Funktionsprobe hinsichtlich des beschriebenen Ergebnisses in Frage zu stellen, reduziert sich das Problem auf 3 Schwerpunkte:

  1. oberflächige Abplatzungen nicht frostsicherer Fliesen
  2. nicht verbundene und nicht an die Entwässerung angeschlossene Rinnen
  3. die Einlaufsituation mit dem teilgeöffneten Regenrohr

Es ist anzunehmen, dass das optimale Ziel darin besteht, dass ein neuer Belag bei Funktionserhalt des Abdichtungssystems und mit geringst möglichem Kostenaufwand aufgebracht wird.

Lösungsansatz:

mittels einer alternativen Abdichtung ist die Abdichtungsebene nach oben zu verlagern
somit kann Niederschlagswasser nicht in den Aufbau eindringen
die verfugten Ränder haben Wartungsfugen, das ist hausverwalterisch zu berücksichtigen
auch auf die jährlichen Wartungsgänge an den rinnen wird hingewiesen
der neue Belag mit frostsicheren Fliesen ist mit einem Randwinkel am Balkonrand einzufassen
Kosten spart man, wenn man die alten Sockelfliesen belässt
hier kann man die Abdichtung hochkanten und dann davor fliesen (Abdeckung: Mörtelglattstrich)
die Notüberläufe verbleiben, es gibt sonst keine Sicherheiten bei etwa verstopftem Regenrohr
die Rinnen sind durchgängig einzubauen und an die Entwässerung anzuschließen
die Abdichtung aus der neu gefliesten Ebene ist durchgängig in Rinnenform herzustellen
die Rinne ist am Regenrohr anzuschließen
der bisherige Einlauf wird somit überflüssig, weil Wasser in die Rinne läuft und deren Sohle tiefer liegt als der Flansch vom Einlauf
für die Drainagematte ist ein kleines Entlüftungsrohr einzubauen (Entspannung)
aufgrund der ungünstigen Einbausituation ist insbesondere in der Ecke gut abzudichten

die Zielstellung ist genau zu definieren (Mitwirken der WEG: Finanzen, Optik …)
die Situation ist genauer zu detaillieren, was nach erfolgter Beauftragung geschieht.
die Leistung ist zu beschreiben in Wort und Bild (Fotos, Skizzen, Details)
es sind Angebote einzuholen und für die Beauftragung vorzubereiten

Kostenschätzung:

[ Tabelle ]

*   diese Kosten kann man sich sparen, wenn sich keiner quer stellt (Zugänglichkeit)
**  lässt man die alten Rinnen drin, spart man ca. 2.400 € netto

Die Kostenschätzung erfolgte nach dem Prinzip „lieber höher angesetzt als abgerechnet“. Bei Beauftragung der LPh 6+7 §15 HOAI kommt dann ohnehin ein eigener Kostenvoranschlag (Bepreisung des LV), der von der Kostenfeststellung abgelöst wird. Entscheidungsspielraum geben dann noch die ausgewerteten Angebote.

Zu den Baukosten kommt an Honoraren: x € brutto für die LPh 1, 2, 3, 6, 7 und 8, wobei das Grundhonorar in Höhe von x € aus Zone III, Zeile 1, mit yy v.H. multipliziert wird und den Steueraufschlag erhält.

Die Leistungsbeschreibung wird zeichnerisch ergänzt. Zur Erstellung der Detaillösung wird ggf. noch eine Ortsbesichtigung erforderlich (Ecksituation Rohr).


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