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Praxisbeispiele und Praxisberichte
Projekt: HEBB
Erläuterungen zum Brandschutznachweis

Zu S. 156+157: es ging um die Überprüfung, ob einige freistehende Holzprofile stark genug sind, um aufgrund der Abbrandberechnung genug Feuerwiderstand aufzuweisen. Das ist nicht der Fall, so dass alle freistehenden Holzprofile verkleidet werden.

Grundlage:

Brandenburgische Bauordnung (BbgBO)
Vom 16. Juli 2003 (GVBl.I/03 S.210),
zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 19. Dezember 2005 (GVBl.I/05 S.267)

§ 24 Tragende oder aussteifende Bauteile

(2) Tragende oder aussteifende Bauteile müssen feuerbeständig, in Gebäuden geringer Höhe mindestens feuerhemmend sein. Im Keller von Gebäuden geringer Höhe mit mehr als zwei Nutzungseinheiten müssen tragende oder aussteifende Bauteile feuerbeständig sein.

(3) Tragende oder aussteifende Bauteile im Dachraum von Gebäuden mittlerer Höhe müssen mindestens hochfeuerhemmend sein, wenn im Dachraum Aufenthaltsräume liegen; im obersten Geschoss genügen feuerhemmende Bauteile.

§ 25 Raumabschließende Bauteile

(2) Raumabschließende Bauteile müssen feuerbeständig, in Gebäuden geringer Höhe mindestens feuerhemmend sein. Im Keller von Gebäuden geringer Höhe mit mehr als zwei Nutzungseinheiten müssen die raumabschließenden Bauteile feuerbeständig sein.

(3) Raumabschließende Bauteile im Dachraum von Gebäuden mittlerer Höhe müssen mindestens hochfeuerhemmend sein, wenn im Dachraum Aufenthaltsräume liegen; im obersten Geschoss genügen feuerhemmende Bauteile.

(4) Raumabschließende Decken sind erforderlich zwischen Geschossen.

(5) Raumabschließende Trennwände sind innerhalb von Geschossen erforderlich

Nach §2 (3) BbgBO sind Gebäude geringer Höhe Gebäude, bei denen der Fußboden eines oberirdischen Geschosses nicht höher als 7 m über der Geländeoberfläche liegt und Gebäude mittlerer Höhe Gebäude, bei denen der Fußboden eines oberirdischen Geschosses höher als 7 m und nicht höher als 22 m über der Geländeoberfläche liegt. Bei diesem BV liegt der Fußboden des DG 7,70 m über OFG, der Fußboden des Bodens über DG liegt 10,45 m über OFG. Der Dachraum umfasst DG und Boden.

In der folgenden Übersicht werden die einzelnen relevanten Bauteile hinsichtlich des Brandschutzes beschrieben. Es gilt: F30 = feuerhemmend, F60 = hoch feuerhemmend, F90 = feuerbeständig.

Tragende Kellerwände Ziegelmauerwerk Bestand F90, keine neuen
Kellerdecke Massivdecke F90, Deckenlöcher alte Treppen schließen in StBt F90
Außenwände Ziegelmauerwerk Bestand F90, keine neuen
Tragende Innenwände Ziegelmauerwerk Bestand F90

Trennwände:
 das sind Trennwände zwischen Wohneinheiten und Gewerbeeinheiten und dem neuen Treppenhaus: Ziegelmauerwerk mind. 24er, Bestand F90

Flurwände/Treppenhaus:
es gibt keine notwendigen Flure, das neue Treppenhaus wird mit allen seinen Teilen in F90 ausgeführt (§30 (5) BbgBO): eine tragende Innenwand vom Keller bis zur Dachebene, die Podeste und die Läufe

Geschossdecken:
alle Geschossdecken, d.h. Decke über EG, über OG und über DG sind Holzbalkendecken mit Dielenbelag, Lehmfüllung auf Stakung und Kalk(zement)putz auf Putzträger; der Zustand im Bestand ist F30 [DIN 4102-4 Tabelle 63, Mönck u.a. Fachliteratur].
Bei der Decke über DG fehlt der Putzbelag auf der Unterseite, hier wird eine abgehängte Decke in F60 angebracht.
Es wird eine Ausnahmegenehmigung beantragt, die vom Abhängen der Decken befreit. Die Fußböden aus Holzdielung werden mit einem Trockenestrich brandschutzmäßig auf mind. F60 von oben ertüchtigt (z.B. FERMACELL 2E 22 mit 2x 12,5 mm = F60 / 2E 32 mit 2x 10 mm und 10 mm MiWo = F90).
Als Begründung für die Ausnahmegenehmigung wird der Status als Bestand angegeben, wobei bei einer Beflammung von unten die Schutzwirkung des mineralischen Putzes anzusetzen ist.

Dachschrägen:
die Beplankung mit GKF Platten erbringt mind. F60

Dachtragwerk:
die Grundrisse sind so angelegt, dass viele Stiele, Unterzüge, Zangen und Kopfbänder in Trockenbauwänden „verschwinden“, die Wandbeplankung erfolgt mind. in F60; einzelne Teile des Tragwerkes wie Stiele, Kopfbänder und Unterzüge werden mit Brandschutzplatten eingepackt (PROMATECT oder FERMACELL o.glw.)

Heizraum:
 der Raum für die Heizzentrale liegt im Boden neben dem Treppenhaus, die Bestandswand ist F90, die Dachschrägenbekleidung und der Trockenestrich werden in F90 ausgeführt

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