Praxisbeispiele und Praxisberichte
Projekt: Terrassensanierung
Reparatur der Abdichtung
Wiederherstellung
Alles begann mit einer regelmäßig gut gefluteten Tiefgarage, zu der bereits in
2002 ein Gutachten gefertigt wurde. Die Problematik erschließt sich dem
geneigten Leser anhand des der WEG über die Hausverwaltung vorgelegten
Arbeitspapiers.
* * *
Objekt: XYZ-str. 43/45 (Bestand)
Undichtigkeiten im Bereich der Terrassen auf der Tiefgaragendecke
Arbeitspapier zur Entscheidungsfindung
Bekannt und hinreichend durch Fotos dokumentiert sind die Stellen, wo in der
Tiefgarage Wasser durchgekommen ist. Dies wird mit hoher Wahrscheinlichkeit im
Bereich der Rohrdurchführungen liegen. Wir haben je ein durchlaufendes Regenrohr
und einen Fußbodeneinlauf für die Entwässerung der Terrassenfläche. Die
folgenden Planausschnitte (ohne Maßstab) verdeutlichen die Situation.

Planausschnitt von Schnitt durch Terrasse/Tiefgaragendecke-Decke
Aus der Planung geht hervor, dass die Decke der Tiefgarage (TG) aus WU-Beton
hergestellt wurde, wobei „wasserundurchlässig“ bedeutet dass kein flüssiges
Wasser durchgelassen wird, Wasserdampf aber diffundieren kann. Die TG-Decke hat
ein Gefälle von der Trennwand zu den Terrassen weg. Auf der anderen Seite dieser
Trennwand liegt eine Abdichtung auf einem Gefälleestrich, so dass die Terrassen
zum Haus hin entwässern.
Dass die Abdichtung direkt auf Beton bzw. Estrich aufliegt, stellt ein Problem
hinsichtlich der Leckageortung dar. Die herkömmlichen und bewährten Methoden,
wie sie erfolgreich im Flachdachbereich angewendet werden, funktionieren hier
nicht, weil eben keine Dämmlage unter der Abdichtung liegt.
Laut Fa. S. kann man versuchen, Rauch in den Bereich des Keils im Xel Wand/Decke
einzublasen. Diese Variante möchte ich aber nicht vorschlagen, weil dann Geld
ausgegeben wird, um zu sehen, ob die Methode hier vielleicht funktioniert. Dann
kann man auch auf die Möglichkeit des Flutens zurückgreifen, Wasseranschlüsse
sind da und am Ende kann man alles ablassen.
Eine Undichtigkeit sollte sich rasch darstellen, weil 5-10 cm Wasser schon einen
gewissen Druck aufbauen. Man kann mit eingefärbtem Wasser arbeiten. Dass eine
begleitende Feuchtemessung an der Unterseite ein sichereres Ergebnis liefert,
ist ungewiss, da saisonal bedingte Kondensatbildungen an der Deckenunterseite
das Ergebnis verfälschen können. Zudem wird das Wasser rasch der voran
gesickerten Feuchte folgen.
Aufgrund des Schadensbildes an der Tiefgaragen-Decke ist zu vermuten, dass das
Problem eher im Bereich der Rohrdurchführungen liegt. Insofern halte ich es für
sinnvoll, zunächst zwei Terrassen freizulegen und dort abzudichten. Man kann
sich aber auch entscheiden, alle vier Terrassen komplett neu abzudichten, um
dann auch eine Gewährleistung zu haben. Die beiden Anlagen mit Kostenvoranschlag
V1 und V2 zeigen den Unterschied: 5,5 T€ zu 15 T€.
Noch nicht dabei sind die Kosten für die Betonsanierung an der Ecke mit den
Absprengungen. Da man hier im Bestand arbeitet, kann die Situation erst im Laufe
der Arbeiten beurteilt werden. Bis dahin muss man sich mit einer
Von-bis-Betrachtung begnügen. Bei der Entscheidung „alles oder nur die Ecken“
abzudichten sind auch Aspekte der Gewährleistung zu berücksichtigen. Hier ist
Herr W.s Hinweis auf „die möglicherweise vergebliche Reparatur vor wenigen
Monaten bei der Öffnung der Platten unter Gewährleistungs-Beobachtung“ zu beachten.
Die Anregung, „vorsichtshalber auch den Tiefgaragen-Aufbau über der Gartenfläche
noch festzustellen“ verstehe ich dahingehend, dass eine kleine Suchschachtung
neben der Terrassentrennwand zum Garten Gewissheit dahingehend geben soll, ob
nun eine Abdichtung auch da eingebaut wurde oder nicht.
Die Wasserspuren ganz hinten in der Tiefgaragen-Ecke scheinen von der Terrasse
zu kommen, könnten aber auch aus dem Bereich des Regenrohres stammen. Die
äußeren Regenrohre sollten ursprünglich einmal über gepflasterte Rinnen frei
entwässern, wurden dann aber mit Rohren über die Tiefgaragen-Decke geführt. Hier
ist zunächst eine Suchschachtung auszuführen, die man auch beim Zapfventil
(Gartenwasserhahn) ausführen sollte, wo Erdreich abgesackt ist.
Dank Frau L. und Herrn W. besteht eine gute Dokumentation hinsichtlich
Planunterlagen zum Bauvorhaben. Dennoch muss allen klar sein, dass die geplanten
Zustände nur Anhaltspunkte geben können und die tatsächlichen Gegebenheiten oft
nur mühsam zu eruieren sind. Bekannt ist der Spruch „Wasser sucht sich seinen
Weg“, wobei eben der oft schwer zu finden ist.
Auch die gute Fotodokumentation gibt nur die Folgen an den Oberflächen wider.
Insofern ist der zeitliche Aufwand für Ausführung und Überwachung schwer
abzuschätzen.
Angesichts der Situation, dass sich im Vorhinein kein klarer Zustand als
Planungsgröße definieren lässt und weil beim Bauen im Bestand immer nur ein
Optimum gemeinsam (!) zu finden ist, schlage ich vor, wie vor den
Balkonsanierungen erst mal im kleinen Kreis alles zu erörtern. Zusammenfassend
gebe ich als Orientierung vor:
• 2 Terrassen freilegen, abdichten und fluten
• ggf. die anderen 2 erst mal nur fluten
• Tiefgaragen-Decke partiell freilegen, wieder verschließen
• Suchschachtung am Regenrohr
• Suchschachtung am Wasserhahn
• Betonsanierung der abgeplatzten Ecke
Berlin, 25.10.2007
M. Bumann, DIMaGB
Bauleitung, Bauplanung, Bauberatung
* * *
Als Anlagen zu diesem Arbeitspapier gibt es eine Leistungsbeschreibung für zwei
Sanierungsvarianten, die hier nicht wiedergegeben werden. Der oben zitierte
Planausschnitt aus dem qualitativ in keiner Weise zu beanstandenden
Architektenplan (Werkplanung, Ausführungsplanung nach LPh 5 §15 HOAI)
berücksichtigt alle technischen Regeln. Insofern lag die Vermutung nahe, dass
als Ursache anzunehmen war, das ganz einfach nicht bzw. nicht richtig danach
gebaut wurde.
Im Frühjahr 2008 wurde die Sache dann angegangen, um die Dauerbewässerung der
Tiefgarage als nicht geplanten Zustand zu unterbinden. Es wurde eine Planung
erarbeitet, ein Leistungsverzeichnis mit Einzelpositionen erstellt und eine
Baubeschreibung dazu gegeben.
* * *
Vorhaben: Terrassensanierung (Abdichtung) Berlin, 03.03.2008
XYZ-str. 43/45, 1xxxx Berlin
Terrasse ABC (die 2. von links)
Sehr geehrte Damen und Herren,
diese Baubeschreibung gehört zum LV vom 03.03.2008, sie ist
Kalkulationsgrundlage und Ausführungsvorschrift. Für die Angebotsabgabe genügt
die Verwendung des Kurztext-Blanketts, das Blankett mit dem Langtext verbleibt
beim Bieter.
Es ist zunächst bei einer Terrasse der fachgerechte Zustand herzustellen, d.h.
alles aufnehmen und komplett neu aufbauen. Ob später die anderen drei Terrassen
ebenso behandelt werden, liegt im Ermessen der Eigentümergemeinschaft. Nachdem
eine Firma bereits dreimal an der Terrasse „geübt“ hat, ist sie immer noch
undicht. Daher möchte die WEG erst einmal sehen, dass es eine Fachfirma gibt,
die eine fachgerechte und dichte Abdichtung hinbekommt.
Die Leistungsbeschreibung im LV wird hier ergänzend durch Wort und Bild
beschrieben. Die Formulierungen sollen auch für Auftraggeber und Hausverwaltung
verständlich sein.
Bekannt und hinreichend durch Fotos dokumentiert sind die Stellen, wo in der
Tiefgarage Wasser durchgekommen ist. Dies wird mit hoher Wahrscheinlichkeit im
Bereich der Rohrdurchführungen liegen. Wir haben je ein durchlaufendes Regenrohr
und einen Fußbodeneinlauf für die Entwässerung der Terrassenfläche. Die
folgenden Planausschnitte (ohne Maßstab) verdeutlichen die Situation.
Aus der Planung geht hervor, dass die Decke der Tiefgarage (TG) aus WU-Beton
hergestellt wurde. Auf den Terrassen liegt eine Abdichtung auf einem
Gefälleestrich, so dass die Terrassen zum Haus hin entwässern.
Das Gebäude ist Baujahr 1997. Zehn Jahre sind für eine fachgerecht ausgeführte
Abdichtung kein Zeitfaktor, um Verluste in der Funktion aufzuweisen.
[ Planausschnitt von Schnitt durch Terrasse/TG-Decke; WU-Betondecke mit 1,5%
Gefälleestrich ]
[ Grundriss einer Terrasse ]
[ Planausschnitt mit Rohrdurchführungen ]
Die Terrassenabdichtung ist mangelhaft, sie erfüllt ihren Zweck nicht. Dies wird
belegt durch das zum Ortstermin festgestellte stehende Wasser auf der Abdichtung
sowie die Feuchtespuren und -schäden in der Tiefgarage. Nachfolgend sind die
örtliche Situation sowie die Mängel aufgezeigt, sie sind durch Text und Bild
beschrieben.
Die wesentlichen Mängel sind: ein praktisch verstopfter Bodeneinlauf, fehlende
Eckkeile zwischen Decke und Wand, ein durch mehrmaliges Bekleben mit
Abdichtungsbahnen beseitigter Tiefpunkt des Einlaufs, mindestens eine Hohlstelle
der Abdichtung und als Folgeschäden Undichtigkeiten, die der Anzahl und der Lage
nach nicht feststellbar sind.
Eine wirtschaftliche und dauerhafte Lösung ist nur zu erwarten, wenn der gesamte
Abdichtungsaufbau dieser Terrasse unter Berücksichtigung der Regelwerke
fachgerecht hergestellt wird. Hierzu sind hinten einige Grundsatzdetails
wiedergegeben. Diese Arbeiten sind mit Wiederherstellungen am Sockel der
Wärmedämmung (hier: WDVS mit Feuchte resistentem XPS) verbunden.
[ Nach dem Abtrocknen der Tiefgaragendecke ist eine Betonreparatur
durchzuführen, die die Feuchte bedingten Abplatzungen repariert und den Stahl
vor weiterer Korrosion schützt. Das ist nicht Bestandteil dieser Leistung, kann
aber vom Bieter/An schon mal angeboten werden. ]
Auf etwas über einem Quadratmeter wurden zum Ortstermin Ende Januar Platten und
Kies entfernt, um den Bodeneinlauf (Gully) und die Abdichtung freizulegen. Es
wurden die nachfolgend niedergeschriebenen Feststellungen getroffen.
Lagebezeichnungen gelten in Blickrichtung vom Garten zum Haus, also Richtung
Straße. Die Situation ist durch Fotografien dokumentiert.
1. Es stand eine Wasserpfütze in der Tiefgarage und Ablaufspuren waren an dem
Balken unter der Betonplatte der Tiefgaragendecke deutlich zu sehen. Am Boden
des Ablaufes vom Gully tropfte es stark ab, an den durchfeuchteten Stellen
weniger.
2. Ab der linken Seite der besichtigten Terrasse waren keine Feuchtespuren bis
zur linken Ecke der Tiefgarage festzustellen. Hierzu bestätigte Herr Voigt, dass
die in 2007 festgestellten Feuchteerscheinungen seit längerem nicht wieder
aufgetreten sind.
3. Es stand ca. 10 cm hoch Wasser auf der Abdichtung, was auf einen
verschlossenen Gully zurückzuführen war. Über dem Gully lagen ein Vlies, eine
Folie und ein zusätzliches Vlies. Zwar waren diese Abdecklagen, die das
Eindringen von Kies in den Gully verhindern sollen, angeschlitzt, jedoch bildete
sich aufgrund der Einbausituation eine fast dichte Auflage aus, die den Gully
nahezu wirkungslos machte.
4. Eine Aufkantung der Abdichtung am Fenster ist vorhanden, ebenso eine
Verwahrschiene. Die Aufkantungshöhe beträgt ca. 20 cm (vorgeschrieben sind mind.
15 cm). Dies entspricht den Fachregeln.
5. Im Xel - dem Winkel zwischen Deckenfläche und Wand – fehlt der Dämmkeil. Dies
entspricht nicht den Fachregeln. Dieses Dreieck hat die Aufgabe, die Abdichtung
sanfter über die Ecke zu führen, so dass sie spannungsfrei liegt. Das Eindrücken
der Abdichtung in die Ecke bewirkt Spannungen und eine Versprödung der
Abdichtung. Zudem kann Wasser ebenda verbleiben und bei Eisbildung den
Zerstörungsprozess beschleunigen.
6. Abklopfen hat gezeigt, dass Hohlstellen im Xel-Bereich vorhanden sind,
zumindest eine ca. 40 cm lange Hohlstelle an der linken Seite des rechten
Fensters.
7. Die Stärke der mit der Zeit aufgebrachten Abdichtungslagen umfasst 5 Lagen,
so dass bereits optisch erkennbar ist, dass der Gully nicht am tiefsten Punkt
liegt. Da Wasser nicht bergan fließt, verbleibt daher immer Restwasser, das nur
durch Verdunstung entweichen und im Winter gefrieren kann.
8. Der Gully ist offensichtlich – aufgrund von 5 Lagen Abdichtung – dicht, aber
ein Hochpunkt in Bezug auf die abzudichtende Fläche. Das Abtropfen des
Regenwassers am Gullyrohr in der Tiefgarage ist daher darauf zurückzuführen,
dass Wasser unter der Abdichtung zur Öffnung für den Gully in der
Stahlbetondecke gelangt.
9. Im Bereich der freigemachten Abdichtungsfläche konnten keine offensichtlichen
undichten Stellen durch Besichtigen und Abtasten festgestellt werden. Außer am
Fenster wurde keine Wärmedämmung entfernt, so dass die Zustandsbeschreibung der
Aufkantung nur für den Fensterbereich gilt.
Es folgen Planausschnitte aus den Detailskizzen aus: vdd. Technische Regeln, 2.
Auflage, 2007 (Nr. der Planskizze und Seitenangabe). Es handelt sich um
Regeldetails. Die hier aufgeführten Planungsgrundsätze finden sich in der
Planung zum Bauvorhaben wieder (siehe Planausschnitt vorn).

v.l.n.r.:
D1: Wandanschluss (#2, S. 136)
D2: Anschluss Terrassentür mit Gitterrost (#12, S. 146)
D3: Anschluss Fußbodeneinlauf (#22, S. 156)
Quelle: abc der Bitumenbahnen, vdd

Bild 1: Stehendes Wasser auf der Terrassenabdichtung Bild 7: Betonabplatzung am
Stahlbetonbalken

Bild 3: Es bleibt Wasser stehen, man sieht Folie und Vlies. Bild 4: Das
zusätzlich aufgelegte Vlies.

Bild 5: Aufkantung und Verwahrung am Fenster. Bild 6: Mehrlagige Abdichtung am
Gully, Restwasser.
Regelwerke und Normen, die einzuhalten sind:
TECHNISCHE REGELN für die Planung und Ausführung von Abdichtungen mit
Polymerbitumen- und Bitumenbahnen, 2. AUFLAGE, abc der Bitumenbahnen,
Herausgeber: vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V.,
Karlstraße 21, 60329 Frankfurt/Main, 2007. Die wichtigsten Auszüge sind oben
angegeben, diese Regeldetails gelten sinngemäß.
DIN 18195 Bauwerksabdichtungen, Teile 1 bis 10
Teil 1: Grundsätze, Definitionen, Zuordnung der Abdichtungsarten
Teil 2: Stoffe
Teil 3: Anforderungen an den Untergrund und Verarbeitung der
Teil 5: Abdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in
Nassräumen,
Bemessung und Ausführung
Teil 8: Abdichtungen über Bewegungsfugen
Teil 9: Durchdringungen, Übergänge, An- und Abschlüsse
Teil 10: Schutzschichten und Schutzmaßnahmen
Ausgaben: Teil 1-6:2000-08, Teil 8-10:2004-03
Fachregel für Dächer mit Abdichtungen – Flachdachrichtlinien, Herausgeber:
Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks ZVDH, Köln und
Bundesfachabteilung Bauwerksabdichtung im Hauptverband der Deutschen
Bauindustrie, e. V., Berlin, 2001
Informationen zum Ausführungsort:
XYZ-str. 43/45 in 1xxxx Berlin; das ist Nähe ...str. / ...allee. Man kann auf
der Straße in der Nähe vom Haus parken. Das Gartentor ist neben dem Giebel,
ansonsten siehe Bild.

Bild: Herr Weber
Das Leistungsverzeichnis (LV) in Kurzform:
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01 |
Sanierung Terrassenabdichtung EG |
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01.01 |
Erforderliche Nebenarbeiten |
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Baustelleneinrichtung |
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01.01.0020 |
Plattenbelag aufnehmen, zwischenlagern, wiedereinbauen |
15,000 |
qm |
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01.01.0030 |
Kiesbett aufnehmen, zwischenlagern, einbauen |
15,000 |
qm |
|
01.01.0040 |
Treppe demontieren, zwischenlagern, einbauen |
1,000 |
psch |
|
01.01.0050 |
Fensterbrett abnehmen |
1,000 |
St |
|
01.01.0060 |
WDVS wiederherstellen (30 cm) |
8,000 |
lfm |
|
01.01.0070 |
WDVS wiederherstellen (20 cm) |
2,000 |
lfm |
|
01.01.0080 |
Fensterbrett einbauen |
2,000 |
St |
|
01.01.0090 |
Stundenlohn |
2,000 |
h |
|
01.02 |
Abbrechen/Freimachen |
|
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|
01.02.0010 |
WDVS entfernen, entsorgen |
8,000 |
lfm |
|
01.02.0020 |
Abdichtung ausbauen, entsorgen |
20,000 |
qm |
|
01.02.0030 |
Zulage: 5-lagig am Ablauf |
1,500 |
qm |
|
01.02.0040 |
Vlies aufnehmen |
15,000 |
qm |
|
01.03 |
Abdichtungsarbeiten |
|
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|
01.03.0010 |
Reinigen und Vorstrich |
20,000 |
qm |
|
01.03.0020 |
2-lagige Flächenabdichtung |
15,000 |
qm |
|
01.03.0030 |
Aufkantung |
17,000 |
lfm |
|
01.03.0040 |
durchgehendes Rohr eindichten |
1,000 |
St |
|
01.03.0050 |
Einlauf eindichten |
1,000 |
St |
|
01.03.0060 |
Schutzlage auf Abdichtung |
15,000 |
qm |
|
01.04 |
Herstellung des Planungsstandes |
|
|
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01.04.0010 |
Drainagerinne gem. Planung |
5,500 |
m |
|
01.04.0020 |
Platten zuschneiden wegen Rinne |
5,500 |
m |
|
01.04.0030 |
Kieskorb am Einlauf |
1,000 |
St |
|
01.04.0040 |
Flutung |
1,000 |
psch |
* * *
Natürlich gibt es zu jeder einzelnen Position des LV einen Langtext, der die
auszuführende Leistung genau beschreibt, einen Einzelpreis (EP) und einen
Gesamtpreis (GP). Wir haben das hier mal unkulanter Weise weggelassen.
Die Unterlagen wurden versandt an interessierte Unternehmen, die Angebote wurden
ausgewertet und dem wirtschaftlichsten Angebot wurde der Zuschlag erteilt. Dann
wurde gebaut und überwacht, am Ende geflutet und die Leistung abgenommen.
Über die Bauausführung, bei der die technischen Regelwerke, so wie geplant und
ausgeschrieben, berücksichtigt und umgesetzt wurden, berichtet die folgende
Fotoserie.
 
 
Die vorhandene Abdichtung wurde komplett entfernt. Sie war im Laufe der Zeit und
im Ergebnis mehrer sinnloser Sanierungsversuche durch eine Baufirma aus O.
beachtlich dick und dennoch wirkungslos. Eine 90° Ecke ist nichts für eine
Bahnenabdichtung, dort kann man auf Versprödung und Risse warten. Negative
Auswirkungen sind von dem Umstand zu erwarten, dass der Einlauf einer der
höchsten Punkte ist. Ein krümeliges Material zum Herstellen des Gefälles unter
die Abdichtung zu bringen, bedeutet Schäden vorzuprogrammieren. Einen
nachgebenden Untergrund (nicht druckfest) verträgt eine Abdichtung auf Dauer
nicht. Schon gar nicht auf einer benutzten Terrasse mit Punktlasten.
 
 
Rohrdurchführungen sind stets Problempunkte, die einer gewissenhaften
Detailausführung bedürfen. Im Bild links oben sieht man einen Bauzwischenstand,
also nicht den fertigen Zustand. Von der Treppe wurde vermutet, dass die
Blockstufen auf Kiesbett auf der Abdichtung lagen. das war nicht der Fall, man
gönnte sich damals recht massive Betonblöcke. Das Wegstemmen hätte mehr
geschadet als genutzt, deshalb galt es, dieses Teil vernünftig in die Abdichtung
zu integrieren.
 
 
Vor dem Aufbringen der Abdichtung wurde mit Gefällebeton ein allseitig zum
Einlauf (Gully) verlaufendes Gefälle hergestellt. Darauf kam eine neue
Grundierung und die zweilagige Bahnenabdichtung. Dokumentiert ist auch, dass
eine PYV 200S 5 EN genommen wurde. Die PYE PV 200 S5 EN ist eine
Elastomerbitumen-Schweißbahn für mehrlagige Dachabdichtungen gemäß DIN EN 13707,
DIN EN 13969, DIN V 20000-201 und DIN V 20000-202. Alles weitere steht im LV in
der betreffenden Position. Was (rechts oben) wie eine Zitronenpresse aussieht,
ist Teil eines neuen Einlaufes mit Schutzsieb, hier als Kiesfang.

Am Ende sah alles wieder so aus wie am Anfang, nur mit dem Unterschied, dass nun
eine funktionierende Terrassenabdichtung unter dem Plattenbelag auf Kiesbett
liegt und die Bewässerung der Tiefgarage ein Ende hat. Nur der gelb abgesetzte
Streifen erinnert noch daran, dass hier auch bei der Aufkantung (mind. 15 cm
nach Flachdach-Richtlinie) alles bis auf den Rohbau entfernt und neu hergestellt
wurde.
Nun wissen Sie, wie man eine Flachdachabdichtung herstellt bzw. saniert. Sie
haben nun zwei Möglichkeiten, falls mal bei Ihnen ein Flachdach oder eine
Terrasse undicht wird:
1.) Sie verweisen auf diese Internetseite und bestellen als Leistung "1x
ausführen wie dort beschrieben" oder
2.) Sie wenden sich an Die Haus-Klinik®, um sich mit
professioneller Hilfe unterstützen zu lassen.
Für den Fall, dass Sie Var. 2 für vernünftiger halten:

DIMaGB
23.03.2009
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