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WDVS auf Mauerwerkswänden - von innen nach außen dichter

Baustoff m1 m2 r l
Voll-, Hochlochziegel DIN105 5 10 1400 0,580
Kalksandstein DIN106 5 10 1400 0,700
Putzmörtel Kalkgips, Gips, Anhydrit 10 10 1400 0,700
Gipsputz ohne Zuschlag 10 10 1200 0,510
Putzmörtel Kalk, Kalk-Zement, hydr. Kalk 15 35 1800 1,000
Zementmörtel 15 35 2000 1,600
Normalmörtel 15 35 1800 1,200
Polystyrol EPS 20 100 20 0,035
Voll-, Hochlochklinker DIN105 50 100 1800 0,810
Kunstharzputz 50 200 1100 0,700
Polystyrol XPS 80 250 25 0,035

Tabelle 1: Baustoffkennwerte Diffusionsdichte, Rohdichte, Wärmeleitfähigkeit

Baustoff m1 m2 r l s sd1 sd2
1,5 cm Gipsputz o. Zuschlag 10 10 1200 0,510 0,015 0,2 0,2
38 cm Volziegel DIN105 5 10 1400 0,580 0,380 1,9 3,8
2,5 cm Kalk-Zement-Mörtel 15 35 1800 1,000 0,025 0,4 0,9
12 cm Polystyrol EPS 20 100 20 0,035 0,120 2,4 12,0
1 cm Kunstharzputz * 50 200 1100 0,700 0,010 0,5 2,0
gesamt           5,3 18,8

Tabelle 2: sd-Wert-Berechnung einer gedämmten Mauerwerkswand



Bild 1: Wandbaustoffe und ihre Diffusionsdichte



Bild 2: Zunahme der Diffusionsdichte der Wand durch Polystyrol



Bild 3: sd-Werte der Wandschichten einer mit Styropor gedämmten Wand

DIMaGB, 25.08.2006

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Problem: Sanierungsbedürftige Fassaden

In Deutschland sind viele Millionen Quadratmeter Fassadenfläche sanierungsbedürftig. Dazu gehören überwiegend alte kunstharzgebundene WDV -Fassaden. Die ursprünglich als langlebige Fassadenlösungen geplanten Ausführungen stellen sich im Laufe von Jahren als regelrechte Problemfassaden dar. Rissbildung, Ablösung des Oberputzes bzw. des gesamten Putzsystems, Putzblasen und Algenwachstum als Folge von Dauerfeuchte markieren das Schadensbild.



Quelle:
HBO Journal "Bauen im Bestand", 01.2005
Rubrik "Referenzobjekte"
"Fassaden dauerhaft sanieren - natürlich mineralisch"
ein Beitrag der Fa. Saint-Gobain Weber GmbH

Kommentar: stimmt

DIMaGB, 05.11.2007

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Fassadensanierung bei vermieteten und zugleich selbst genutztem Haus

Im Grundsatz gibt es keinen Zweifel daran, dass ein Hauseigentümer die Ausgaben für die Sanierung einer vermieteten Immobilie als Werbungskosten steuerlich geltend machen kann. Doch wie sieht es eigentlich aus, wenn Eigentümer und Mieter im selben Haus wohnen und möglicherweise beide von den durchgeführten Arbeiten profitieren? Die höchste Instanz der Finanzgerichtsbarkeit musste sich nach Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS mit einer derartigen Konstellation befassen und zog zugunsten des Vermieters einen klaren Trennungsstrich.
(Bundesfinanzhof, Aktenzeichen IX R 43/06)

Der Fall: Ein Ehepaar aus Niedersachsen beschloss, an seiner Immobilie eine aufwändige Renovierung durchführen zu lassen. U. a. ging es dabei um eine verbesserte Wärmedämmung am Giebelbereich im Dachgeschoss. Dieser Effekt wurde durch die Anbringung von Sperrholz- und Dämmplatten erreicht. Diese Arbeiten verschlangen insgesamt rund 15.000 Euro. Die Steuerzahler machten den gesamten Betrag als Werbungskosten geltend, was aber das zuständige Finanzamt nicht akzeptieren wollte. Nur 6.000 Euro seien anrechenbar, ließen die Beamten wissen. Für den Rest müssten die Eigentümer aufkommen, da sie schließlich 60 Prozent der Wohnfläche des gesamten Hauses selbst nutzten. Der anschließende Streit zwischen Steuerzahlern und Fiskus durchlief zwei Gerichtsinstanzen.

Das Urteil: Die Richter des Bundesfinanzhofs machten deutlich, dass in diesem Fall zwischen dem vermieteten und dem selbstgenutzten Teil des Hauses getrennt werden könne. Sie entschieden, dass die Ausgaben für die Dämmung in voller Höhe als Werbungskosten absetzbar seien. Die Arbeiten an der Fassade könnten ausschließlich der Mietwohnung im Dachgeschoss zugeschrieben werden – selbst dann, wenn dadurch auch ein gewisser Schutz für das gesamte Gebäude bewirkt werde. "Es kann keinen Unterschied machen", urteilten die Richter, "ob die entsprechenden Maßnahmen innerhalb oder außerhalb der Wohnung durchgeführt worden sind."

LBS Recht und Steuern
Archiv 2009, 26.01.2009

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Wärmedämmung: Berichte zu praktischen Erfahrungen

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... auch ich irre bereits seit Jahren umher und frage mich, ob wohl eine Wärmedämmung Einsparungen in einer rentablen Größenordnung verspricht. Bei diesen Recherchen bin ich u.a. auf Ihre als auch auf die Seiten des Herrn Konrad Fischer gestoßen.

Es sei vorausgeschickt, dass ich aus meiner beruflichen Tätigkeit als Hausverwalter in Kenntnis der mit einem Vollwärmeschutz einhergehenden Probleme bin und dem Vollwärmeschutz daher ablehnend gegenüber stehe.

Gleichwohl aus eigener - freilich laienhafter - Erfahrung eine Anmerkung zum Thema Wärmedämmung/Strahlungsgewinne:

Sie rechnen zwar die solaren Erträge der ungedämmten Wand vor - welche zweifellos auch erzielt werden. Nicht berücksichtigt werden jedoch die Verluste, die vor allem in klaren Winternächten auftreten. Im vergangenen Winter hatten wir fast 8 Wochen am Stück eine geschlossene Schneedecke, was meine Nachforschungen zwar begünstigte, jedoch auch durchaus merklich auf den Ölverbrauch durchschlug.

Die relativ neuen Infrarotthermometer machten es möglich, diese Verluste praktisch nachzuvollziehen.

So konnte ich beispielsweise bei einer Außentemperatur (Luft)von -5°C Oberflächentemperaturen der Außenwand - je nach Lage und Verschattung gegenüber dem Nachthimmel - zwischen -7°C und -15°C feststellen.

Somit scheint bei Berechnung/Darstellung des Temperaturverlaufs in der Wand nicht die Lufttemperatur außen die relevante Größe, sondern die äußere, strahlungsbedingte Oberflächentemperatur der Wand.

Zwar mag die durch Strahlung außen auf -15°C abgekühlte Wand von der 10°C wärmeren Luft wieder ein wenig "erwärmt" werden, viel kommt dabei aber praktisch nicht rum.

Somit gibt es in der Praxis ganz offensichtlich des Nachts "negative solare" Erträge, die sicherlich ebenfalls ins Kalkül einfließen sollten, will man denn den Sachverhalt umfassend darstellen.

Diese "negativen" Strahlungseinflüsse sind es wohl auch, die die WDVS so überproportional auskühlen lassen und in der Konsequenz zum "Absaufen" derselben führen.

Dirk W., 22.09.2006

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Die Luft wird in Deutschland dünn für gegenläufige (vernünftige) Auffassungen zur CO2- Hysterie. Daraus folgte die Dämmhysterie, die in der in der EnEV ihren (bisherigen) Gipfel erreichte (wer weiß was noch kommt). Bekannte von mir haben sich mit Fassadendämmung ihren ganzen Altbau versaut(die Kellerfeuchtigkeit, die seit 1845 im Keller blieb, ist jetzt in der 1. Etage angekommen).

Ich bin in der Heizungs- und Sanitärbranche tätig und müßte mich über die CO2 -Angst freuen, aber ich kann es nicht mehr hören: 10% Einsparung hier, 15% da, 30% mit Solarenegie, 40% mit Fassadendämmung... Wann dreht sich der Gaszähler endlich rückwärts?

Konrad W., 05.09.2006

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