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Kosten von WDVS-Sanierungen

Konventionelle Sanierung:
70-80 €/m²        Aufbau des neuen Systems
ca. 100 €/m²     Rückbau (Entfernen des Systems,
                       Abknipsen der Dübel, Abstemmen der verbleibenden Mörtelbatzen)

 
S = ca. 175 €/m²

Sanierung mit dem retec® - Verfahren
5 €/m²              Schlitzen
30-40 €/m²        Neuaufbau: mineralischer Edelkratzputz
                        Scheibenputz oder auch Riemchensysteme
30 €/m²             Zusatzdämmung von 60 mm (staatl. Fördermittel möglich)

S
= ca. 40 €/m²
bzw. S = ca. 70 €/m² bei Zusatzdämmung

Quelle:
Heinze BauOffice, Bauen im Bestand, 2004, S. 62-63
Saint-Gobain Weber GmbH (weber broutin):
Fassaden dauerhaft sanieren – natürlich mineralisch

Sanierung mit TS® Exterieur
   6 €/m²            Reinigung (Dampfstrahl)
19 €/m²             Beschichtung 2x (Rollen o. Airless)

S = ca. 25 €/m²

Quelle: DIMaGB

Bemerkungen:

Bei den Kostenangaben zur „Sanierung mit dem retec® - Verfahren“ fehlt die Reinigung, ohne die eine zu sanierende Fassade in den seltensten fällen auskommt. Entweder sind - aus Gründen der Vergleichbarkeit - die 6 €/m² hinzuzurechnen oder man lässt sie bei Variante 3 ebenso weg.

 Konventionell:175          retec®: 46        TS®: 25 = ~ 7 : 2 : 1

Auf S. 62, rechte Spalte, wird ausgeführt: „Das patentierte retec® - Verfahren von weber broutin bietet erstmals die Möglichkeit, geschädigte Fassaden von WDV-Systemen mit kunstharzgebundenen Oberputzen dauerhaft, wirtschaftlich und sauber zu sanieren. Es ist das einzige Verfahren, bei dem die Altfassade nicht entfernt werden muss.“

Die Behauptung, dass das beschriebene Verfahren das einzige Verfahren wäre, bei dem die Altfassade nicht entfernt werden muss, ist nicht wahr. Bei einer Sanierung mit TS® bleibt die Fassade (das WDVS) dran, man muss nicht schlitzen. Eine Sanierung mit TS® ist hier um den Faktor 2 wirtschaftlicher. Der Begriff „dauerhaft“ ist weitgehend unbestimmt, unter Auswertung der vorherrschenden Rechtsauffassung könnte man einen Zeitraum von 20 Jahren dafür ansetzen.

31.01.2006

Querverweise:
:: Kosten von WDVS und TWD
(bei dimagb.de)

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Rückbau von WDVS, ein Praxisbeispiel

      

Fotos: Horst Böschen, Berlin

Natürlich wird sich zunächst jeder beim Betrachten der Bilder fragen was das soll.
1.) So kleine Bildchen.
2.) Was soll das darstellen?

zu 1:: kein Problem, klicken Sie sie an für eine größere Darstellung.
zu 2:: schon eher ein Problem. Lesen Sie dazu die Erläuterungen.

Die Fotos hat unser Bildreporter Horst Böschen im März 2005 in der Schätzelberger Str. in Berlin gemacht. Zu sehen ist ein etwas größeres Gebäude, bei dem man das WDVS zurückgebaut hat. Zurückbauen ist die neudeutsche Umschreibung für Abbruch, Abriss.

Zu sehen sind noch einige Klebemörtelstellen (dem aufmerksamen und kundigen Betrachter fällt sofort auf, dass hier statt im Wulst-Punkt-Verfahren nur im schnöden Punkt-Punkt-Verfahren verfahren wurde) und was wie Stacheln auf der Fläche verteilt ist, sind die Dübel des WDVS.

Anhand dieser Bilder wird einiges recht gut deutlich: Die Platten mit der Armierung, der Spachtelung und dem Putz sind relativ schnell abgerissen. Lustig wirds, wenn man sich an die vielen Dübel ranmacht - es sei denn es gäbe ein Verfahren, die Dübel dran zu lassen und die neuen Platten daran zu befestigen. Gibt´ s aber nicht.

Der umweltbewusste und von Generationenverantwortung und Nachhaltigkeitsdenken geplagte Bürger fragt sich aber auch: ja, wo sind denn die etlichen Quadratmeter an Dämmplatten geblieben? Die sind doch bestimmt recycled worden. Denkste, Recycling gibt´ s nämlich auch nicht. Es gibt nur die Auswahl zwischen Halde und Ofen - und es gibt eine getürkte Ökobilanz, die den immensen Schadstoffausstoß bei der Herstellung sowie das Recycling-Problem verschweigt: nämlich, dass es gar keins gibt.

Anhand der Bilder kann man sich vielleicht ein Bild machen über das Ausmaß, das noch auf uns zukommt.
Und der Rest? Sollte uns das zu denken geben?

DIMaGB, April 2005

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